EU-Verpackungsverordnung, Google Feed Halluzinationen & der EU AI Act
TL;DR – Das Wichtigste in 10 Sekunden:
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EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Seit heute brauchst du für den grenzüberschreitenden Versand länderspezifische Bevollmächtigte und Konformitätserklärungen. Bei Ignoranz drohen extrem hohe Strafen. Die beste Lösung: Unprofitable Lieferländer rigoros kappen und sich auf die echten Kernmärkte fokussieren.
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Google Merchant Center Next: Google reichert deine Produkt-Feeds jetzt automatisch per KI an, was oft zu falschen Produktdaten in deinen Ads führt. Schalt das Feature ab und sende deine Daten hartcodiert über eine API – das senkt deine Klickpreise und hebt die Conversion Rate.
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EU AI Act & Personalisierung: KI-generierte Inhalte müssen ab sofort gekennzeichnet werden, und intransparentes Profiling wird riskant. Für viele Shops ist das die perfekte Chance, auf smarte, händisch gepflegte Produktempfehlungen umzusteigen. Das kostet keine teuren Tool-Lizenzen und pusht den Warenkorbwert (AOV) enorm.
1. Operations & Compliance: EU-Verpackungsverordnung (PPWR) – Zeit für echten Fokus
Was ist passiert?
Seit heute, also dem 12.08.2026, ist die neue EU-Verpackungsverordnung in Kraft getreten. Die macht den europaweiten Versand an Endkunden extrem aufwendig, da du nicht nur eine Konformitätserklärung brauchst, sondern auch in jedem Land, in das du verkaufen möchtest, einen ortsansässigen Bevollmächtigten. Wenn du diese Verordnung ignorierst, drohen empfindliche Strafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % vom Jahresumsatz.
Warum ist das eine Chance für deine Marge?
Overall klingt das alles mal super negativ. Abgaben in allen Ländern, Bevollmächtigte und enorm viel organisatorischer Aufwand.
ABER: Jetzt ist die beste Zeit, um genau hinzuschauen, welche Länder dir wirklich Umsatz generieren. Es bringt nichts, in ein Land zu verschicken, in das du möglicherweise nur 100 Päckchen im Jahr schickst, da sich der bürokratische Aufwand dazu nicht lohnt. Du kannst also deine Versandregionen aufräumen und sparst dadurch enorm bei Logistik, Werbung und lokalen rechtlichen Regelungen sowohl Geld als auch Zeit und kannst all diese Ressourcen direkt in deine Hauptmärkte stecken.
Fazit:
Was bedeutet das für den aktuellen Betrieb?
Einfach blind in die ganze EU zu versenden, ohne in jedem Land registriert zu sein, ist ein unkalkulierbares finanzielles Risiko.
Was ist zu tun?
Für meine Firmen habe ich folgendes gemacht:
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Ich habe mir die umsatzstärksten Länder rausgesucht, für die es Sinn macht, dieses ganze Trarara zu veranstalten. Der Rest ist als Versandland komplett rausgeflogen.
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Dazu haben wir das sauber und verständlich den Kunden in den betroffenen Ländern kommuniziert, damit die das verstehen.
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Für die verbleibenden Länder haben wir die Compliance dann manuell gelöst. In Österreich nutzen wir dafür beispielsweise die ARA, in Deutschland LUCID und Lizenzero. Da sammeln wir alle Konformitätserklärungen der Lieferanten (vom Karton bis zum Kosmetikflascherl) und pflegen sie sauber ein, weil dir das leider kein Tool einfach so automatisch abnimmt.
Das Learning: Fokus schlägt Komplexität. Schneide unrentable Märkte ab, schütz deine Marge vor Strafen und steck deine Ressourcen in die Länder, die wirklich Geld bringen.
2. Technical SEO & Performance Marketing: Google Merchant Center Next und die KI-Falle
Was ist passiert?
Google hat im Merchant Center Next eine automatische KI-Datenanreicherung aktiviert. Das bedeutet: Wenn in deinem Produkt-Feed Infos fehlen, kriecht die Google-KI durch deinen Shop und dichtet selbstständig Farben, Kategorien oder Features dazu.
Warum ist das eine Chance für deine Marge?
Klingt zwar fürs erste nach einer praktischen Automatisierung aber leider halluziniert die KI oft.
Da bekommen Produkte plötzlich Eigenschaften zugeschrieben, die sie in echt gar nicht haben. Der Kunde klickt auf die Anzeige, kommt in den Shop, merkt, dass das Feature fehlt, und ist direkt wieder weg. Du zahlst also für absolut wertlose Klicks. Wenn du diese Automatik ausschaltest und Google stattdessen perfekte, eigene Daten lieferst, steigerst du die Relevanz deiner Ads massiv. Die Leute bekommen genau das, was versprochen wurde. Deine Klickpreise sinken und die Conversion Rate geht rauf.
Fazit:
Was bedeutet das für den aktuellen Betrieb?
Wenn du Google einfach raten lässt, was du verkaufst, verbrennst du Ad-Budget für Nutzer, die am Ende sowieso nicht kaufen.
Was ist zu tun?
Für meine Firmen habe ich folgendes gemacht:
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Ich habe die automatische KI-Anreicherung in den Einstellungen des Merchant Centers direkt abgedreht.
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Statt alte Tabellen hochzuladen, senden wir die Produktdaten über eine direkte API direkt aus unserem Shop-System.
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Die Daten aus unserem System sind hartcodiert mit den Google-Kategorien gemappt. So habe ich die 100%ige Datenkontrolle und weiß, dass in der Ad nur das steht, was das Produkt auch wirklich kann.
Das Learning: Vertrau auf deine eigenen Daten, nicht auf die Google-KI. Echte Präzision im Feed bringt dir am Ende immer den besseren ROAS.
3. CRO & Data Architecture: Der EU AI Act und der Charme von Handarbeit
Was ist passiert?
Der EU AI Act ist da und bringt neue Regeln für den E-Commerce. Neben strengeren Vorgaben für KI-basiertes Tracking und Profiling gibt es jetzt eine klare Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte. Wenn Texte oder Bilder von einer KI erstellt wurden, muss das für den Nutzer klar erkennbar sein, wozu die EU entsprechende Richtlinien herausgebracht hat.
Warum ist das eine Chance für deine Marge?
Viele denken, sie brauchen für alles im Shop ein teures KI-Tool – gerade bei Produktempfehlungen ("Kunden kauften auch"). Gerade für kleine und mittlere Betriebe ist es eine riesige Chance, hier einfach wieder auf gute, alte Handarbeit zu setzen. Wenn du Zubehörartikel händisch und aus echter fachlicher Überzeugung verknüpfst, konvertiert das meistens viel besser als eine unpersönliche KI. Es kostet dich keine monatlichen Tool-Gebühren, du hast null rechtliches Risiko beim Tracking und dein Warenkorbwert (AOV) steigt enorm, weil die Empfehlungen einfach Sinn machen.
Fazit:
Was bedeutet das für den aktuellen Betrieb?
Intransparente Black-Box-KIs im Shop werden zum rechtlichen Risiko. Und ungekennzeichnete KI-Bilder oder Texte können schnell zu Problemen führen.
Was ist zu tun?
Für meine Firmen habe ich folgendes gemacht:
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Überall dort, wo wir KI für Bilder oder Texte genutzt haben, haben wir das nach den neuen EU-Richtlinien sauber im Shop gekennzeichnet. (Bei uns im Shop ist der KI Anteil bei defacto 0%)
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Bei den Upsells haben wir komplett auf teure KI-Empfehlungen verzichtet. Wir haben uns bei unseren Bestsellern hingesetzt und genau überlegt, welches Zubehör das Problem des Kunden am besten löst, und das dann händisch eingepflegt. Gerade Shopify hat hier ein richtig starkes Tool geschaffen mit der "Search & Discovery" App die mit allen gängigen Crosssell und Upsell Apps grandios zusammenarbeitet.
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Wir lassen die Finger von Profiling-KIs, die Nutzer tracken, und setzen auf simplen Hausverstand.
Das Learning: Du brauchst nicht für alles eine KI. Fachliche Handarbeit bei Produktempfehlungen und ehrliche Transparenz bei Inhalten sind oft die besten und sichersten Conversion-Booster.
Ob du jetzt deinen EU-Versand entschlacken willst, deine Feeds in den Griff bekommen musst oder überlegst, wie du deine Warenkörbe smart nach oben schraubst – wir können uns gerne mal ansehen, wie das in deinem Setup am besten funktioniert.
Schreib mir gern :)